ASSIST

Today's Scholars. Tomorrow's Leaders.
Kann ich mir den Aufenthaltsort in den USA bzw. die Schule selbst aussuchen?

Nein, das geht nicht. Dies hat aber gute Gründe: Auch wenn alle Schulen akademisch sehr anspruchsvoll sind, haben sie dennoch recht unterschiedliche Profile und Angebote, vor allem im Bereich der außerschulischen Aktivitäten. ASSIST steht für eine optimale Platzierung der Stipendiaten an der "richtigen" Schule. Eine erfolgreiche Platzierung kann nur von denjenigen vorgenommen werden, die die Schulen sehr genau kennen und dies mit der Persönlichkeit, den Neigungen und Schwerpunkten des Stipendiaten in Einklang bringen können, und genau dies gewährleistet das amerikanische ASSIST-Auswahlkomitee.

Was ist das Besondere an US-amerikanischen Privatschulen?

Diese Privatschulen bieten aufgrund ihrer Struktur und Ausstattung die Möglichkeit, in viel ausgeprägterem Maße die individuelle Persönlichkeit und Begabungen der Schüler zu fördern, als dies an öffentlichen Schulen in Deutschland oder in den USA in aller Regel möglich ist. Der Unterricht in kleinen Lerngruppen ist intensiv und individuell auf die Bedürfnisse der Schüler ausgerichtet. Der Schulalltag ist fordernd und voller Abwechslung, das Angebot an sportlicher, musischer und sozialer Betätigung sehr vielfältig und nicht vergleichbar mit dem an öffentlichen Schulen.

Wie werde ich durch ASSIST vorbereitet und werde ich vor Ort in den USA betreut?

Für ASSIST ist eine umfassende Betreuung vor, während und nach dem Schuljahr in den USA eine Selbstverständlichkeit. Die dreistufige Vorbereitung, die sich dem erfolgreich durchlaufenen Bewerbungsprozess anschließt, sieht wie folgt aus:

  • Ein eintägiges, intensives Vorbereitungsseminar im Mai für alle Stipendiaten und deren Eltern. Hierbei werden alle relevanten Fragen in Anwesenheit von Experten erörtert, etwa zur Schullaufbahn, zum Schulalltag in den USA, zu Gesundheits-, Flugvorbereitungs-, Visa- und Versicherungsfragen.
  • Ein eintägiges Seminar "Alt trifft Neu" im Juli, bei dem die neuen Stipendiaten die Möglichkeit haben, ihre aus den USA frisch zurückgekehrten Vorgänger an ihren Schulen zu treffen. Dies ist eine hervorragende Gelegenheit, aus erster Hand authentische und aktuelle Eindrücke und Informationen auszutauschen. Dieses Seminar findet ohne Präsenz der Eltern statt.
  • Unmittelbar nach Ankunft in den USA in der 2. Augusthälfte findet ein viertägiges Orientierungsseminar statt, an der alle ASSIST-Stipendiaten des Jahrgangs teilnehmen, also auch alle ASSIST-Schüler aus anderen Teilen der Welt. Die Kommunikation findet ab jetzt ausschließlich in Englisch statt. Im Rahmen der "Orientation" werden von erfahrenen Pädagogen und ehemaligen ASSIST-Schülern alle Details des kommenden Schulalltags angesprochen. Außerdem werden letzte praktische Ratschläge gegeben und es wird für ein besseres Kennenlernen der Schüler untereinander gesorgt.

Während des Schuljahres wird durch ASSIST USA, wie auch durch die Schule selbst, eine kontinuierlich begleitende Betreuung gewährleistet: 

  • Die Stipendiaten stehen regelmäßig in Kontakt mit ASSIST und werden in der Regel von ASSIST-Repräsentanten auch an ihren Schulen besucht.
  • Vor Ort werden die Schüler von einem persönlichen Vertrauenslehrer betreut, welcher für alle akademischen und persönlichen Belange ansprechbar ist.
  • Die Eltern erhalten in regelmäßiger Abfolge Zwischenberichte der Schule zu den schulischen Leistungen ihres Sohnes bzw. ihrer Tochter.
  • Ansprechpartner für die Eltern ist auch immer das Team von ASSIST USA und ASSIST Deutschland.

 Im Anschluss an das Austauschjahr findet im Juli ein Nachbereitungs-Workshop für alle deutschen ASSIST-Stipendiaten des jeweiligen Jahrgangs statt, in dessen Mittelpunkt die Aufarbeitung des zurückliegenden USA-Aufenthalts und die Reintegration in den deutschen Schulalltag steht. Wichtig ist hier aber auch das Wiedersehen unter Freunden, mit denen man die positive Erfahrung eines ASSIST-Austauschjahres in den USA teilt.

Wie erklären sich die auf den ersten Blick hohen Kosten bei ASSIST trotz Stipendium?

Für Vollstipendiaten belaufen sich die aktuellen ASSIST Programmgebühren auf 13.750 US$, für Teilstipendiaten die anteiligen Schulkosten und die Programmgebühren auf insgesamt 29.950 US$. ASSIST vermittelt ausschließlich Stipendien an US-amerikanische Privatschulen, die sich in Ausstattung, Betreuungsintensität und Anspruch erheblich von öffentlichen US High Schools unterscheiden. Dies drückt sich auch in den jährlichen Schulkosten aus, die sich bei öffentlichen Schulen  in der Größenordnung von 6.000 – 10.000 US$ bewegen, bei den am ASSIST-Programm teilnehmenden Privatschulen dagegen im Durchschnitt bei 45.000 US$ liegen. Ein ASSIST-Vollstipendiums entspricht somit  einer Kostenersparnis von durchschnittlich ca. 30.000 US$, ein Teilstipendiums in der Regel einer Kostenersparnis von ca. 15.000 US$. Bei einem Kostenvergleich mit anderen Schüleraustauschprogrammen ist es daher wichtig, darauf zu achten, ob die potentielle Gastschule in den USA "Public" oder "Private" ist, und ob im Fall einer Private High School die Schulqualität durch Mitgliedschaft in der "National Association of Independent Schools (NAIS)" sichergestellt ist – dies ist eine Grundvoraussetzung zur Akkreditierung von Schulen durch ASSIST.

Gibt es bei Bedarf finanzielle Unterstützung?

Ja! Hierfür steht für deutsche Schüler der gemeinnützige ASSIST Förderverein e.V. zur Verfügung, der sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Der Förderverein zahlt auf individuellen Antrag einen Förderbeitrag an die Stipendiaten, denen ohne zusätzliche finanzielle Förderung eine Beteiligung am ASSIST-Programm nicht möglich wäre.

Brauche ich einen Notendurchschnitt von 1,0 und werden perfekte Englischkenntnisse vorausgesetzt?

Nein! Es hilft sicher, wenn die Zensuren überdurchschnittlich gut sind. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Bewerbung bei ASSIST können aber auch außerschulisches Engagement und Interessen sein. Integrationsfähigkeit, Teamorientierung und Aufgeschlossenheit für neue Herausforderungen sind gefordert. In der Regel aussichtslos sind Bewerbungen mit einem Notendurchschnitt von 2,5 oder schlechter. Die Englischkenntnisse sollten natürlich gut genug sein, um in dieser Sprache zu kommunizieren; perfekte Kenntnisse werden allerdings nicht vorausgesetzt - diese sind ja erst das Ziel des Jahres in den USA!

Verliere ich durch den Aufenthalt in den USA ein Schuljahr?

Durch das sehr hohe akademische Niveau der amerikanischen Schulen sowie eine gut geplante und sinnvolle Auswahl aus dem weitgefächerten Kursangebot der Schulen, kann die 10. bzw. teilweise auch die 11. Klasse übersprungen werden. Die 11. Klasse kann allerdings nur dann übersprungen werden, wenn sie an der deutschen Schule nicht Teil der zweijährigen Qualifikationsphase ist. Dies ist dann der Fall, wenn an der Schule G9 praktiziert wird. Bei G8-Schulen kann die 11. Klasse nicht übersprungen werden, da diese bei G8 zur zweijährigen Qualifikationsphase gehört. In jedem Fall ist es sinnvoll, den Auslandsaufenthalt im Vorfeld mit der Schulleitung an der deutschen Schule abzustimmen.

Welche Kosten entstehen zusätzlich zu den ASSIST-Programmkosten?

Zusätzlich zu den Programmgebühren fallen folgende Kosten an:

  • Kosten für das Flugticket (der Flug wird von ASSIST als Gruppenflug organisiert)
  • Visums-Gebühren
  • Kosten für die amerikanische Krankenversicherung (die entweder über ASSIST oder über die amerikansiche Schule abgeschlossen wird) sowie
  • Taschengeld und persönliche Kosten (z.B. für Bücher oder Schulkleidung)

Teilweise erheben die Schulen zusätzlich zu den Schulgebühren (die durch das ASSIST-Stipendium abgedeckt sind) weitere Gebühren, wie z.B. eine Gebühr für die Computer- und Internet-Nutzung (Technology fee) oder eine Gebühr für die Ausübung bestimmter, besonders kostenintensiver Sportarten (Athletic fee) oder auch Gebühren für Klassenreisen und Ausflüge (Activity fee/Class trips). Diese Auflistung ist nicht vollständig und die zusätzlichen Gebühren variieren von Schule zu Schule.   

Muss ich deutscher Staatsbürger sein, um am ASSIST-Programm teilzunehmen?

Nein!

Kann ich unterjährig die US-Privatschule wechseln und bietet ASSIST auch Stipendien für halbjährige Aufenthalte oder Sommerkurse?

Ein unterjähriges Wechseln der Schule ist nicht möglich. ASSIST bietet keine halbjährigen Aufenthalte oder Sommerkurse an.